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Freitag, 8. Juli 2011

FASHION // SABRINA DEHOFF

http://www.derze.it/



























Der unkonventionelle Materialmix aus bunten Kordeln und großen Steinen mit Art-Deko-Schliff hat die Schmuckdesignerin Sabrina Dehoff weit gebracht. Ihre neue Kollektion zeigt sich inspiriert von Antibes und Hollywood, Pool und Palmen und verheißt ganz nonchalantes weiter Klotzen statt Kleckern!
Sabrina Dehoff / Hollywoodish Holidays / Torstr. 161 / 10119 Berlin Mitte / 7- 9 july / 12°°- 19°°
www.sabrinadehoff.com

Mittwoch, 6. Juli 2011

FASHION // BASIC INSTINCTS

http://www.derze.it/





























Bei 'Basic Instinct' denken wir an schmutzigen Sex mit Sharon Stone und Eispickel. Das Mode- und Designinstitut Premsela hatte anderes im Sinn, als es seinen Showcase nach Paul Verhoevens Neo-Noir-Thriller benannte. So intuitiv wie sich Michael Douglas als Detective auf eine gewagte Liaison einlässt, verbinden die Niederländer zeitgenössisches Modedesign mit skurrilen Installationen und Objektkunst aus ihrer Heimat. Dort hat sich aus der calvinistischen Modetradition eine Kultur des Anti-Mainstream entwickelt. Und zwischen dem Mut zur nationalen Eigenart, schnörkellos unbunten Entwürfen und eskapistischen Silhouetten spürt man plötzlich doch den Geist des Todesengels, wenn sich in Iris van Herpens bizarrem Bondage-Fashionvideo die Körper in skulpturalen Polyamidkleidern zu Heavy Metal aufbäumen. Dank u wel!
'Basic Instincts' by Premsela, the Netherlands Institute for Design and Fashion /
1.-31. July / Villa Elisabeth / Invalidenstr. 4a / 10115 Berlin-Mitte
www.premsela.org

Mittwoch, 12. Januar 2011

FASHION // RING, RING!

http://www.stylemag-online.net/2010/11/09/ring-ring/
Grafikdesignerin Vanessa Schucht hatte eine kettenreaktionäre Idee: man nehme die alte Panzerkette des geliebten Freundes – und nicht umgekehrt! – fertig: mein neuer Lieblingsring. Bezaubernd angekettet!
www.ineedmore.de/

Freitag, 24. Dezember 2010

DESIGN // CHINESE WINTER WONDER HOUSE

http://www.stylemag-online.net/2010/12/24/chinese-winter-wonder-house/




























In Xi An, in der ländlichen Provinz Shaanxi in China werden es im Winter tagsüber bis zu -20° Grad. Schon beim Anblick der märchenhaft nebligen Täler überkommt einen das Frösteln. Eine heimelige Zuflucht baute sich der Architekt Qingyun Ma mit seinem Landhaus. Die einstige Zusammenarbeit mit Rem Koolhaas sieht man dem Bau an, offene Raumaufteilungen, collagen- und labyrinthartige Ebenen nach dem Vorbild eines kubistisch modernen Stadthauses bestimmen die Form. Hohe Fensterflächen und unverputzte Wände mischen sich mit Rot, Weiß und Stahl. Kieselsteinwände funktionieren wie Wärmespeicher, die optische Wärme im Haus stammt vom gelbbraunen Bambus – der Innenraum wurde vollständig mit den preiswerten, typisch chinesischen Paneelen ausgekleidet. Seit zehn Jahren ist das Haus ein architektonisches Vorbild in China für organische, nachhaltige aber trotzdem traditionsbewusste Bauweise.
Gefunden im Bildband 'Interiors Now!', Vol.1, erschienen im Taschen Verlag, herausgegeben von Angelika Taschen
www.taschen.com

Dienstag, 14. Dezember 2010

PEOPLE // MARIUSZ MALECKI

http://www.stylemag-online.net/2010/12/14/friend-of-style-mariusz-malecki/







































Die Leute schmunzeln oft, wenn sie ins Studio Ziben kommen. Das hat den Möbeldesigner Mariusz Malecki am Anfang irritiert. Tatsächlich kommt man aber nicht umhin, beim Anblick seiner kubistisch verspielten Möbelstücke und Objekte selig zu lächeln, verbreiten sie doch trotz puristischer Anmut ein heimeliges Wohlbefinden. Neben den erkennbaren Referenzen zu den 1950er Jahren und dem Bauhaus-Design, lässt Malecki sich gerne vom Berliner Sperrmüll und ausgesetzten Möbelstücken inspirieren – sobald ein Sessel an einer Hauswand lehnt, fotografiert er das Stillleben. Zurück am Schreibtisch, in der expressionistischen 'Pollock'-Ecke seines Studios, bringt er seine Ideen zu Papier.
Was machst du?
ich mache Recycling-Möbel und Unikate
Woher kommst du?
aus Polen
Wohin gehst du?
ich versuche immer nach vorne zu gehen, manchmal schneller manchmal langsamer… und ab und zu blicke ich zurück um zu wissen wo ich bin
Wo bist du am liebsten?
in meinem Studio oder in der Sonne
Woran glaubst du?
das frage ich mich auch…
Woran glaubst du nicht (mehr)?
es wird ein bisschen dekadent klingen… aber ich glaube nicht mehr an die Leute…
Was liebst du (an deiner Arbeit)?
dass ich immer etwas Neues mache!
Was hasst du (an deiner Arbeit)?
dumme Fragen
Was liest /hörst du gerade?
beim Arbeiten höre ich oft Nina Simone und Charles Aznavour…
www.empfehlung.de(ine)?
www.sketch.uk
www.studio-ziben.de

Montag, 22. November 2010

DESIGN // LAUBWERK

http://www.stylemag-online.net/2010/11/22/dave-rittingers-mission-laubwerk/












































Dave Rittinger steht für seine Kreationen selbst Modell – guten Gewissens. Seine Zero-Footprint-Shirts sind aus gefallenem Laub und etwas Klebstoff. Das inspirierende Blattwerk zeigt die Naturverbundenheit des Künstlers aus Brooklyn, der zwischen Pinienwäldern in New Jersey aufwuchs.
Rittinger ist erst 26 und behandelt in seinen Werken die Symbiose von Mensch, Natur und bebauter Umgebung so sensibel, friedlich und ausdrucksstark, dass es beinahe missionarisch wirkt.
www.daverittinger.com

Donnerstag, 7. Oktober 2010

DESIGN // LONDON DESIGN

http://www.stylemag-online.net/2010/10/07/best-of-london-design-festival-2/






























Auch auf dem diesjährigen London Design Festival gingen Nachhaltigkeit und Recycling über Taschen aus LKW-Plane und Kronkorken-Leuchter hinaus. Jenseits des DIY-machbaren wurden Lampen aus Salz, Tische aus Europlatten und puristische Möbel aus recyceltem gepressten Holz und Stahl vorgestellt.
Highlights: die gepolsterten, mit Schnitzereien verzierten Möbel von Zoe Murphy im Ethno-Look, Tisch und Stuhl von Hendzel & Hunt aus der Serie Made in Peckham, der King Louis Tisch aus Karton von Gareth Neal und der Acapulco Chair aus recyceltem Plastik der dänischen Firma Oficina Kreativa.
www.londondesignfestival.com

Freitag, 1. Oktober 2010

DESIGN // WIE SIEHT DIE ZUKUNFT AUS, FRAU FEIREISS?

http://www.stylemag-online.net/2010/10/01/30-jahre-aedes-wie-sieht-die-zukunft-aus-frau-feireiss/
































Vielleicht muss man neuen Projekten mit positiver Naivität begegnen statt mit Risikogedanken. So jedenfalls beschreibt Kristin Feireiss ihre Gründung des Aedes Architekturforums in Berlin, der ersten Architekturgalerie weltweit. Gemeinsam mit einer Freundin eröffnete sie vor 30 Jahren die erste Architekturausstellung in einem 50 qm kleinen Ladenlokal in Charlottenburg. 'Klein anzufangen hatte den Vorteil, dass wir nichts an Dritte delegieren konnten, das förderte den Kontakt zu unseren Entdeckungen.' Mit vielen ist sie heute befreundet. In diesem Jahr feiert das Aedes Forum, mittlerweile auf einem 600 qm großen Areal im Pfefferberg angesiedelt, den 30. Geburtstag. Über 400 Ausstellungen und ebenso viele Kataloge hat Feireiss begleitet. Wir sprachen mit ihr über Berlins Stadtplanung, Wiesen statt Schlösser, junge Talente und die ewig Gestrigen.
Sie haben vor 30 Jahren eine Galerie für Architektur gegründet. Ist Architektur Kunst?
Allenfalls angewandte Kunst. Auf jeden Fall ist sie immer Ausdruck der kulturellen Entwicklung eines Landes, einer Region, einer Stadt. Wir wollten nie Architekturzeichnungen verkaufen, sondern Architektur kommunizieren. Da wir selbst keine Architekten sind, präjudizieren wir keine Stilrichtung. Was uns spannend erscheint stellen wir für ein breites Publikum zur Diskussion, machen Architektur optisch begreifbar, wecken Interesse und Freude, regen aber auch zum kritischen Umgang mit Städteplanung an.
Wie sieht denn die Stadtplanung der Zukunft aus? 
Im Moment leben rund 60 Prozent der Menschen in Städten, in zehn Jahren werden es 75 Prozent sein. Die Herausforderung besteht darin, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leben, Wohnen und Arbeiten zu schaffen. In Städten wie Frankfurt am Main, die am Wochenende leer gefegt sind, stimmt dieses Verhältnis nicht. Da sich der gesellschaftliche Wandel in Städten sehr dynamisch vollzieht, lässt sich Stadtplanung nicht für Jahrzehnte im Voraus bestimmen. Berlin wurde in den vergangenen 20 Jahren leider ohne Rücksicht zugebaut. Plötzlich gab es zu viele Büros an ungeeigneten Standorten, zu viele Wohnungen in Randgebieten und alles verbunden mit Leerstand und einem flächendeckenden Stildiktat. Heute gibt es den Begriff der 'prozesshaften Stadtentwicklung': Man muss Voraussetzungen schaffen, sich auf notwendige bauliche Eingriffe beschränken und Freiräume für zukünftige Entwicklungen lassen.
Und was wünschen Sie sich architektonisch und städtebaulich für Berlins Zukunft?
Warum muss Berlin ein Schloss bauen und sagt nicht: Wir haben gerade genug andere Aufgaben in der Stadt, wir machen die Fläche grün, die nächste Generation mit sicher anderen Prioritäten kümmert sich darum? Es herrscht eine Diskrepanz zwischen dem, was Berlin und seine kreative Szene ausmachen und der restriktiven Architektur, die das Stadtbild bestimmt. Ich wünsche mir mehr Gelassenheit und Offenheit vom Senat, den Institutionen und der Bürokratie. Und mehr Freude an temporären Nutzungen. Wenn Projekte nur für ein paar Jahre da sind, muss man auch keine Angst davor haben, dass etwas im wörtlichen Sinne 'verbaut' wird.
Um manche Architekten gibt es einen regelrechten Starkult. Wer begeistert Sie?
Wir wollen vor allem junge Talente entdecken. Mit Zaha Hadid zum Beispiel haben wir vor 29 Jahren die erste Ausstellung in Europa gemacht, da hatte sie gerade ihren ersten Wettbewerb gewonnen. Das Projekt, das wir zeigten, wurde nicht einmal realisiert. Sie wurde anfangs völlig unterschätzt, Kritiker meinten, sie sei 'eine arabische Prinzessin, die großartig zeichnen kann, aber niemals bauen wird'. Im Laufe der Jahre konnte sie zeigen, welches herausragende Talent in ihr steckt. Stararchitekten sind für mich diejenigen, die für jede Aufgabe eine innovative, maßgeschneiderte und einmalige Lösung finden.
Und wer hat Sie enttäuscht? 
Enttäuscht klingt zu persönlich. Frank Gehry zum Beispiel hat die internationale Architekturszene angeregt und beeinflusst wie kein anderer. Aber nach sehr spannenden Projekten, etwa dem Guggenheim Museum in Bilbao, trat kreativer Stillstand ein. Das ist okay, warum muss ein Mensch bis an sein Lebensende schöpferisch sein? Aber dann kamen Wiederholungen, das Perpetuieren des eigenen Stils – das ist ermüdend.
Ist denn die Handschrift eines Architekten nicht wichtig?
Sie ist entscheidend. Aber sie bedeutet nicht zwangsläufig eine immer gleiche Formsprache, sondern sollte von der jeweiligen Aufgabe abhängen.
Welche Architekten sind zukunftsweisend?
Ein Beispiel aus Berlin ist das Neue Museum von David Chipperfield: er hat die Geschichte des Orts im Dialog mit zeitgenössischen Elementen lebendig werden lassen. Dieser Umgang mit historischen Bauten ist weltweit vorbildhaft. Das ist beim Martin-Gropius-Bau nicht gelungen, man kann Gebäude auch tot restaurieren.
Und etwas weniger prominent?
Es ist immer unbefriedigend, nur einzelne Büros zu nennen aber Sauerbruch Hutton gehören dazu, Jürgen Mayer H. in der jüngeren Generation und auch das Raumlabor, das mit temporären Interventionen im urbanen Raum überrascht, z.B. einem Opernprojekt oder einem mobilen Kinderliteraturhaus in sozial schwachen Gebieten. Solche Ansätze finde ich sehr spannend.
Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein für zeitgenössische Architektur?
Nachhaltigkeit bezieht sich bei der Architektur nicht nur auf Gebäude sondern auch auf die Infrastruktur. Ein ökologisches Gebäude muss auch gut erreichbar sein. Mobilität ist wichtig: Wie kommen die Menschen schnell und umweltfreundlich an ihr Ziel? Der richtige Umgang mit Nachhaltigkeit in Bezug auf Architektur ist erst erreicht, wenn ökologische Aspekte nicht mehr hervorgehoben werden müssen, sondern selbstverständlich sind. Wenn es nicht mehr nur um Reduzierung von Energie geht oder darum, ein emissionsfreies 'Zero-Haus' zu bauen, sondern mit einem Haus sogar Energie zu generieren. In naher Zukunft wird das möglich sein. Eine ermutigende Vorstellung.
www.aedes-arc.de

Donnerstag, 16. September 2010

DESIGN // HAKEN MACHEN BÜGEL

http://www.stylemag-online.net/2010/09/16/kleiderstuhl-haken-machen-bugel/


























Schöngeister und Schmuddekinder, Hektiker und Faulenzer nutzen sie gleichermaßen als Kleiderständer: die Stuhllehne. Zum Leidwesen der klassischen Garderobe lädt sie auf Schulterhöhe dazu ein, das Jackett einfach abzustreifen. Deshalb hätte man auch früher und vor allem selbst auf die Idee eines italienischen Designbüros kommen können, hübsches und ausrangiertes Stuhlholz zu Kleiderbügeln umzufunktionieren. Eine gute Recycling-Idee – zum erschwinglichen Preis von 10-15 Euro oder zum Nachmachen.
www.resign.it

Montag, 19. Juli 2010

DESIGN // YOGAMATTE P.C.

http://www.stylemag-online.net/2010/07/19/yogamatte-totally-p-c/











































Für die perfekte Balance zwischen Körper, Geist und nunmehr auch Gewissen lässt sich Yoga auf der ganzheitlich ökologischen und ethisch korrekten Natur-Yogamatte praktizieren. Während die meisten Matten heute aus China kommen und menschenrechtlich sowie umwelttechnisch als bedenklich produziert gelten, wird die Yoga-Matte 'Green Earth' CO2-neutral in Großbritannien hergestellt. Statt aus Erdöl bzw. PVC besteht sie aus nachwachsenden Rohstoffen, einem Jute-Kautschuk-Mix, der umweltfreundlich, maschinenwaschbar und sogar kompostierbar ist. Der Test beweist: eine weiche, rutschfeste Komfortzone, die grüner nicht geht. Ommm…
Gefunden beim Yoga-Fachhändler Lebensfluss, auch in Lavendel, Anthrazit und Creme
www.lebensfluss.de

Montag, 12. Juli 2010

DESIGN // WOODEN RADIO

http://www.stylemag-online.net/2010/07/12/magno-wooden-sound/
































Wie ein Handschmeichler fühlt sich das Radio aus Holz an und duftet dabei nach Wald und Pinie. Das Retrodesign mit den abgerundeten Ecken und dicken Knöpfen stilisiert es zu seiner ursprünglichen Weltempfängerfunktion, der Sound ist satt und gar nicht holzig.In Java, Indonesien, kann mittlerweile ein ganzes Dorf von der ökologischen und fairen Produktion des handgearbeiteten 'Magno Wooden Radio' leben. Für das genutzte Material werden systematisch neue Bäume gepflanzt. Die Idee und das Design haben mehrere Preise gewonnen, die Radios sind beinahe immer ausverkauft. Trotzdem möchten die Erfinder keine Großproduktion starten, es soll seine hochwertige Exklusivität behalten.
Gesehen auf der diesjährigen Mode- und Designmesse für Nachhaltigkeit 'Thekey.to'.
www.wooden-radio.com
thekey.to/

Mittwoch, 30. Juni 2010

DESIGN // SMARIN: METAPHORICAL FURNITURE

http://www.stylemag-online.net/2010/06/30/smarin-metaphorical-furniture/



















Stéphanie Marin designt für ihr Label 'smarin' Objekte und Möbel die so organisch wirken und die Natur so treffend imitieren, dass man kaum noch nach draußen möchte. Sitzmöbel und Kissen sind geformt wie runde Steine, Felsen und große, weiche Handschmeichler, die sich ganz anatomisch in das Interieur fügen. Die transparente Installation 'mobileshadows' wirkt wie surrealistische Wolken und funktioniert als Raumtrenner und Schattenspender. Charmante Neuerfindung ist auch der 'Eating Tree' aus unbehandelter Buche - für Erdbeeren, Oliven, Marshmellows und was auch immer an die Äste gesteckt oder gehängt werden kann. Die wunderschönen, metaphorischen Objekte sollen unsere Beziehung zur Umwelt, die ökologischen Formen unsere Haltung verbessern. Ökologisch ist auch die Produktion, die zu 100% in Frankreich stattfindet.
www.smarin.net

Montag, 19. April 2010

DESIGN // HAIFISCHHAUS

http://www.stylemag-online.net/2010/04/19/das-haifisch-haus/




























So hatte sich das George Orwell nicht vorgestellt – angelehnt an die organischen Formen und Farben der Unterwasserwelt entstand 1984 das zwar futuristische, aber gemütlich verwinkelte Haifisch-Haus. Architekt Javier Senosiain verwirklichte seine ganz individuelle Vorstellung natürlich-anatomischen Wohnens in der Tradition biomorpher Architektur und Gebäuden von Bruce Goff, Paolo Soleri, Frank Lloyd Wright und Antonio Gaudí. Die zwei Wohnlevels integrieren sich in einen mittlerweile bunt zugewachsenen Park in Vista del Valle, Mexiko-Stadt. Die Anmutung von Höhlen ist kein Zufall. 'Die Bewohner sollen sich in dieses Haus zurückziehen können wie Tiere', sagt Senosiain, intim und unbeobachtet, ganz im Gegensatz zur Big-Brother-Fiktion.
Gesehen in: Angelika Taschen, 'Interiors Now!', Taschen Verlag

Freitag, 9. Oktober 2009

DESIGN // FIRMA LONDON

http://www.stylemag-online.net/2009/10/09/firma-london/







































Toast Hawaii, Blini mit Kaviar oder bestenfalls das klassische Gurken-Sandwich zum Five o’ Clock Tea sucht in Berlin nicht länger nach angemessener Umgebung. Firma London präsentiert absolute Möbelklassiker und ausgefallene Design- und Lichtobjekte aus den 1950er bis 1970er Jahren. Zwischen Eames und Egg Chairs lässt es sich zurücklehnen wie Grace Kelly in Hitchcock-Filmen, James Bond in '007' oder Andy Warhol im Studio 54. Andere Objekte verströmen die futuristische Arroganz von Kubricks 'Uhrwerk Orange'. Zwanzig Jahre verbrachten die beiden Gründer, Sandra Tietje und Florian von Holstein, in London, machten sich als Designer, Kunsthändler und Galeristen einen Namen. Nun können die Berliner den Kundenstamm, inklusive Kate Moss und Madonna, erweitern. Designer, u.a.: Gio Ponti, Charles & Ray Eames, Hans Wegner, Warren Platner, Mies van der Rohe, Eero Saarinen, Osvaldo Borsani, Ico Parisi, Florence Knoll
Firma London
Bleibtreustr. 50
10623 Berlin
Di-Fr 11-19 Uhr
www.firmalondon.com

Freitag, 18. September 2009

DESIGN // WHITE OBJECTS BY MMM

http://www.stylemag-online.net/2009/09/18/„white-objects“-by-mmm/

























Weiß. Die lichte, pure und unbunteste (Nicht-)Farbe impliziert Freiraum, Spielraum, Interpretations- und Projektionsfläche. Zu kaum einem anderen Label passt sie besser als zu Maison Martin Margiela. Deshalb heißen die neuen Interieurobjekte der Line 13 'white objects'. Denn unprätentiös und uneitel ziert die Kleidungsstücke das schlichte weiße Rechteck mit den vier Stichen und dem weißen Faden, statt eines blasierten Schriftzuges. Beim Einzug in neue Atelierräume wurde das vorhandene Mobiliar nicht ausgemistet, sondern mit grobem Pinselstrich weiß getüncht. Nicht nur die Farbwahl bestimmt also die Ästhetik, auch die Spuren von Benutzung und Vergänglichkeit finden sich in den 'white objects' wieder: Lampenfüße aus gebrauchten Wein- und Likörflaschen, ein klassischer Federhalter, handgemachte, russische Matrjoschkas in Weiß und ein baumwollener Kalender sind ab Oktober in Maison Martin Margiela-Stores und ausgewählten Modeläden weltweit erhältlich. Der nunmehr fehlende Inkognito-Bonus des ehemaligen Designers weicht einer humoristischen Note und erinnert doch an einen anonymen Mythos: 'White means the strength of fragility and the fragility of the passage of time.' (MMM 2008)

Mittwoch, 15. Juli 2009

DESIGN // ACE HOTEL NYC

http://www.stylemag-online.net/2009/07/15/ace-hotel-new-york-familiar-feeling/



























Egal welche Städte gerade angesagt sind, New York bleibt der Superlativ in allen Kategorien – alles ist riesig, man bleibt ein 'Stranger in this Town', egal wie oft man zu Besuch ist. Um diese Empfindung zu schmälern und sich stattdessen 'native' zu fühlen, gibt es immerhin die Möglichkeit, dem unpersönlichen Hotel ein privates Appartement vorzuziehen. Bis zuletzt weiß man jedoch nicht, was einen erwartet, auf den Fotos sah alles viel aufgeräumter aus und die Straße liegt ja mitten im Ghetto. Das vorgetäuschte Zugehörigkeits-Ich-wohne-in-New-York-Gefühl kann man nun in verschiedenen Preiskategorien buchen! Im NoMad-Distrikt (nördlich Madison Square) eröffnete kürzlich das neue Ace Hotel New York. Neben Vintage-Möbeln, Fundstücken und Kunstwerken sind die Zimmer teilweise mit Smeg-Kühlschränken, eigenen Turntables und sogar Plattensammlungen ausgestattet. Eine Koop mit diversen Restaurants in der Nachbarschaft garantiert einen vielseitigen Roomservice, die eigene Lobbybar und Kafferösterei sorgen für Drinks und Frühstück bis auch der Dining Room diesen Sommer eröffnet. Bis dahin gelten die ermäßigten so genannten Starter-Rates. Das wechselnde Programm bietet Kunst- und Musikveranstaltungen an der Poolside, Spa-Treatments und hausgemachte Margaritas. So cool, angesagt, unaufgeregt und understated zugleich, sollte sich die Gefahr hier Yuppies und Schnöseln zu begegnen, in Grenzen halten. Der Blick auf den Broadway in familiärer Atmosphäre ist stattdessen wahrscheinlicher.
Ace Hotel New York City
starter rates from $99 to $559
20W 29th Street
New York City, NY 10001
TEL: 212.679.2222
FAX: 212.679.1947
www.acehotel.com

Mittwoch, 4. März 2009

DESIGN // DAILYBREAD

http://www.stylemag-online.net/2009/03/04/dailybread-less-is-more/







































Es ist kein gewöhnlicher Fahrradladen, wie wir sie zuhauf in Berlin antreffen: vollgestopft mit bunten und zusammengeschusterten Rädern, rostiger Technik und ölbeschmierten Utensilien. Dailybread ist mit Abstand der schickste Showroom für Bikes, den man sich vorstellen kann. Die Einzelstücke sind puristisch präsentiert, ausgeleuchtet und ausgestellt. Denn bei Shopinhaber, Designer und Entwickler Götz Haubold ist weniger mehr. Ein Mann – ein Modell – 40 Variationen. Nach dem Baukastensystem sind die einzelnen Komponenten, ausgehend von einem innovativen Unisex-Rahmendesign, individuell wählbar: Lenkerformen, Laufradgrößen, Damen-, Herren-, Unisex-Sattel, handgemachte Rahmen aus bestem Chrom-Molybdän-Stahl in grün oder weiß und so weiter. Um das Konzept simpel und hochwertig zu gestalten, gibt’s nur ein paar ausgesuchte Extras, z.B. polierte Komponenten, Edelstahl-Schutzblech, Fly-Gepäckträger von Tubus, Brooks-Ledersättel und Co., 8-fach Shimano-Schaltung, -Dynamo und -Lichtanlage. Form follows function war gestern. Der gelernte Metallbauer, Zweiradtechniker, Sozialpädagoge und ehemalige TV-Redaktionsleiter hat sich einen Traum verwirklicht: Seine Einzelstücke und Serienbikes sind nicht nur Fortbewegungsmittel oder Sportgerät, sondern maßgeschneiderten Designräder mit viel Liebe zum Detail. Schön, qualitativ, puristisch und so essenziell wie täglich Brot.
Dailybread Showroom
Sanderstr. 22
12047 Berlin
www.dailybreadcycles.net

Montag, 16. Februar 2009

DESIGN // JUMBO HOSTEL

http://www.stylemag-online.net/2009/02/26/jumbo-hostel-sleep-tight/

























Wie im Himmel – so auf Erden: Das erste Jumbo Hostel der Welt lädt in Stockholm zur Erfüllung unbefriedigter Spieltriebe ein. Kein skandinavischer Schnickschnack lenkt von der Aviator-Atmosphäre ab, keine Luftlöcher und keine 'Turbolenzen'. Kopf an Kopf mit dem Steuerknüppel kann man in der Cockpitsuite das Flughafenpanorama aus der Pilotenperspektive genießen. Wem das nicht genügt, der kann sich auf der zum Sonnendeck umgebauten linken Tragfläche wie Bruce Willis fühlen – ready for take-off.
www.jumbohostel.com