Mittwoch, 15. Juli 2009

DESIGN // ACE HOTEL NYC

http://www.stylemag-online.net/2009/07/15/ace-hotel-new-york-familiar-feeling/



























Egal welche Städte gerade angesagt sind, New York bleibt der Superlativ in allen Kategorien – alles ist riesig, man bleibt ein 'Stranger in this Town', egal wie oft man zu Besuch ist. Um diese Empfindung zu schmälern und sich stattdessen 'native' zu fühlen, gibt es immerhin die Möglichkeit, dem unpersönlichen Hotel ein privates Appartement vorzuziehen. Bis zuletzt weiß man jedoch nicht, was einen erwartet, auf den Fotos sah alles viel aufgeräumter aus und die Straße liegt ja mitten im Ghetto. Das vorgetäuschte Zugehörigkeits-Ich-wohne-in-New-York-Gefühl kann man nun in verschiedenen Preiskategorien buchen! Im NoMad-Distrikt (nördlich Madison Square) eröffnete kürzlich das neue Ace Hotel New York. Neben Vintage-Möbeln, Fundstücken und Kunstwerken sind die Zimmer teilweise mit Smeg-Kühlschränken, eigenen Turntables und sogar Plattensammlungen ausgestattet. Eine Koop mit diversen Restaurants in der Nachbarschaft garantiert einen vielseitigen Roomservice, die eigene Lobbybar und Kafferösterei sorgen für Drinks und Frühstück bis auch der Dining Room diesen Sommer eröffnet. Bis dahin gelten die ermäßigten so genannten Starter-Rates. Das wechselnde Programm bietet Kunst- und Musikveranstaltungen an der Poolside, Spa-Treatments und hausgemachte Margaritas. So cool, angesagt, unaufgeregt und understated zugleich, sollte sich die Gefahr hier Yuppies und Schnöseln zu begegnen, in Grenzen halten. Der Blick auf den Broadway in familiärer Atmosphäre ist stattdessen wahrscheinlicher.
Ace Hotel New York City
starter rates from $99 to $559
20W 29th Street
New York City, NY 10001
TEL: 212.679.2222
FAX: 212.679.1947
www.acehotel.com

Mittwoch, 24. Juni 2009

MUSIC // FAT FREDDYS DROP

http://www.stylemag-online.net/2009/07/24/fat-freddys-drop-dr-boondigga-the-big-bw/
Wie ein perfekt abgeschmecktes Neun-Gänge-Menü aus der Molekularküche fühlt sich 'Dr. Boondigga & The Big BW', das neue Album von Fat Freddys Drop an. Es ist (nach 'Based on a True Story', 2005) erst das zweite Studio-Soulfood-Gericht der Neuseeländer, die sich eher anhören als würden sie aus der Gegend zwischen New York, Mississippi und Jamaika kommen und inzwischen auch in Europa kein Geheimtipp mehr sind. Eine Mischung aus Soul, Reggae, Jazz und Funk, experimentell abgemischt, kreiert Entspannung in Perfektion. Die butterweiche Soulstimme von Sänger Joe Dukie aka Dallas Tamaira gleitet wie ein heißes Messer durch die feine Dub-Butter, die in einer satten, 70-minütigen Jam-Session dahin schmilzt. Musikfreunde werden nicht aufhören können, die vielschichtigen Einflüsse diverser Plattensammlungen und die subtilen Beat-Reductions rauszufiltern, während Nicht-Musik-Kenner oder reine Techno-Opfer einfach 'Chill-Out' sagen würden. Wir meinen: herrlich unaufgeregt und glücklichmachend, wie ein perfektes Essen. A very fine Drop!
www.fatfreddysdrop.tv
www.fatfreddysdrop.com

Montag, 15. Juni 2009

PEOPLE // BUGATI FORCE

http://www.stylemag-online.net/2009/06/15/friends-of-style-bugati-force/











































Sie sind die Hot Chicks in Berlins bunten Discoclubs: Cashmaster Diamond, Droopy Goldberg und Spänk, besser bekannt als das Producer- und DJ-Team Bugati Force. Ihr Mix aus 80s Rap, Acid House und urbanem Electro-Clubsound macht Hauptstadtmädchen ganz verrückt. Bei ihren Live-Acts geben sie alles und legen zwischen Remixing, Keyboarding und Mic-Battles gerne auch mal akrobatischen Körpereinsatz ein.
Was machst du?
electro-dj-producer-team
Woher kommst du?
the cheapest city of the world
Wohin gehst du?
kik textil-diskont
Wo bist du am liebsten?
in front of the tv-screen
Woran glaubst du?
love, respect & fame
Woran glaubst du nicht (mehr)?
the first million before 30.
Was liebst du (an deiner Arbeit)?
mc donalds
Was hasst du (an deiner Arbeit)?
expensive beer
Was liest /hörst du gerade?
videotext
www.empfehlung.de?
www.arbeitsagentur.de
www.studio80.biz
Bild.de

Sonntag, 14. Juni 2009

ART // CREATIVE SPACE

http://www.stylemag-online.net/2009/06/14/creative-space-urban-homes-of-artists-and-inovators/
























































Barcelona – Berlin – London – New York – Paris – Tokyo. Francesca Gavin muss bei dieser Buchproduktion vor Freude Purzelbäume geschlagen haben. Die freie Autorin aus London besuchte für den Bildband 'Creative Space' die urbanen Studios, Wohnungen und Häuser der derzeit kreativsten Designer und Künstler in den schönsten Metropolen. Neben zum vor Neid erblassen schöner Wohn- und Atelierräume darf man über allerhand kuriose Sammelleidenschaften und DIY Interieurs staunen. Regale voller Monchichis, private Polaroids, postmoderne Kunstobjekte, Vintagemöbel und ranzige Spülbecken reflektieren eklektizistische bis improvisierte Gemütlichkeit statt durchdesigntem Minimalismus. Unter den 30 abgelichteten Resorts ist zum Beispiel das der Künstlerin Julie Verhoeven und des Maharishi-Founders Hardy Blechman in London, die kleinen Domizile des Fotografen Aram Dikiciyan und der Stylistin Baby Mary in Tokyo, Ryan McGinness’ und Wes Langs Apartments in New York, Fafis Atelier in Paris, Regisseur Roger Guals Wohnung in Barcelona und auch der Ess- und Arbeitsplatz des Art Directors der Style and the Family Tunes, Jaybo a.k.a. Monk, in Berlin Kreuzberg. Jedem Künstler entlockt Francesca Gavin ein kurzes Interview und die Preisgabe geheimer Messi-Marotten und Einrichtungstipps, als Goodie ist im Epilog ein City Guide, mit den Hot Locations der Metropolen. Der wunderschöne Bildband bietet einen realistischen Blick auf zeitgenössische Avantgarde, animiert zu Rebellion und kreativen Umgestaltungs-Attacken in den eigenen Wohnräumen.
Francesca Gavin: Creative Space – Urban Homes of Artists and Inovators
(jetzt auch in Deutschland: 'Die neuen Urbanisten')
www.laurenceking.com

Freitag, 5. Juni 2009

MUSIC // PHOENIX

http://www.stylemag-online.net/2009/06/05/phoenix-wolfgang-amadeus-phoenix/
























Wolfgang Amadeus, was? Phoenix! Aus der Asche? Nein, aus Versailles! Sind zurück, mit ihrem vierten Album 'Wolfgang Amadeus Mozart'. Die Anlehnung an die klassischen Meister, wie auch im Titel ihrer ersten Single-Auskoppelung 'Lisztomania' hat nichts mit Violinen-Intros oder theatralischer Poesie zu tun, sondern verkündet ein wahrhaft großes Werk! Es geht sofort los und spätestens beim zweiten Track '1901' (Jahreszahlen scheinen wieder in Mode, siehe auch The Rakes oder The Whitest Boy Alive, nicht so originell) muss man einen 'Song 2'-Sprung hinlegen und sich hysterisch gut gelaunt bewegen. Der unverwechselbare Phoenix-Sound, mit allem was Thomas Mars’ Stimme, Gitarren, Bässe und Drums zu bieten haben, so flirty wie nie, einfach 'schnell und intensiv' wie die Band sagt, hört sich wieder mehr nach Gitarren und ihrem Debut 'United' an. Das mag auch daran liegen, dass Produzent Philippe Zdar von Cassius wieder mitgemischt hat. Trotz der Perfektion des Pop-Albums keine Spur von Langeweile oder Belanglosigkeit, zwischen den schallenden Summersongs finden sich atmosphärische Klanglandschaften, jeder Track hat seine Berechtigung. Und doch, einen Haken gibt es an der Sache: die Lyrics muss man sich wirklich nicht geben. Was sich super anhört kommt völlig sinnfrei daher – macht nichts, vielleicht auch Interpretationsfreiheit... vive la France!
www.wearephoenix.com/
www.myspace.com/wearephoenix

Freitag, 29. Mai 2009

FILM // THE LIMITS OF CONTROL


http://www.stylemag-online.net/2009/05/29/jim-jarmusch-the-limits-of-control/

























Vogelperspektive in eine Toilette. Jemand macht Tai-Chi-Übungen in der kleinen Kabine. Ein Flughafen. Der große, schwarze Mann in Anzug (Isaach de Bankolé) bekommt einen geheimnisvollen Auftrag von zwei dubiosen Männern mit Sonnenbrillen: 'Geh zu dem Hochhaus, geh in das Cafe, warte ein paar Tage und halte Ausschau nach der Violine.' Er macht sich auf den Weg nach Spanien.
Es beginnt ein Roadmovie durch Madrid und Sevilla. Der schweigsame Mann bekommt weitere Instruktionen durch allerhand bizarre Gestalten, etwa einer Blondine (Tilda Swinton), einer Nackten (Paz de la Huerta) und einem Mexikaner (Gael Garcia Bernal). Die Szenen wiederholen sich rituell: Zwei Espressi, eine Streichholzschachtel wird verstohlen über den Tisch geschoben, die Personen erzählen etwas. Der Mann wird die Nachricht sofort nach dem Lesen mit einem Schluck Kaffee verspeisen. Auf den Zetteln ist scheinbar immer der gleiche Zahlen-Buchstaben-Code.
Ähnlich einem Erkennungscode beginnen auch die Unterhaltungen, die genau genommen Monologe der variierenden Figuren sind, 'Sprechen Sie spanisch?' Der Mann antwortet nicht. 'Sind Sie zufällig interessiert in Film?', 'in Musik', 'in Wissenschaft?' Der Mexikaner bringt es schließlich auf den Punkt, denn nichts ist hier das, was es zu sein scheint: 'Alles ist Einbildung. Manchmal ist die Spiegelung wirklicher als das, was gespiegelt wird.'
Mit diesem Rätsel wird die letzte Station eingeleitet, endlich löst sich die bedrückende Stimmung von Spannung ohne Aktion, die atmosphärisch an Filme David Lynchs erinnert, es passiert doch noch ein Mord! Doch wie geht die Geschichte? Wie hängen die Stationen der Reise, die Personen und die Nachrichten zusammen? Und wie ist der Mann in den Bunker der einem Sicherheitstrakt gleicht eingedrungen, will Bill Murray wissen. 'Durch meine Vorstellungskraft' – ein 'Hint' auf die Eigenleistung der Zuschauer dieses seltsamen Films?
Fans von Jim Jarmusch, die an die Macht der Kommunikation in seinen bisherigen Filmen glaubten (z.B. 'Broken Flowers', 'Coffee and Cigarettes', 'Dead Man', 'Night on Earth', 'Down by Law') werden auf die Probe gestellt. Während die Leinwandpräsenz von Isaach de Bankolé ohne viele Worte und Gesten auskommt, wird dem Publikum insgesamt einiges an Geduld und Reflektion abverlangt. Die rätselhaften Referenzen und Spiegelungen, die schablonenhaften Figuren und der narrativ kryptische Handlungsstrang lassen die Zuschauer ratlos zurück. Haben wir verlernt, Ruhe zu bewahren, Visualität wirken zu lassen und uns auf die Metaebene zwischen Realität und Fiktion einzulassen? Und was sind nun die Grenzen der Kontrolle?
www.thelimitsofcontrol.de

PEOPLE // SHIR KHAN

http://www.stylemag-online.net/2009/05/29/shir-khan-friend-of-style/







































Einer unserer Lieblings-Multitasker, den wir immer und überall gerne antreffen und uns dann freuen: Heute Abend kann nichts schief gehen! Der Tiger in unserem Berliner Jungle Camp, Shir Khan rockt siegessicher die elektronischen Clubs, seine Radiosendung auf Fritz und sein eigenes Plattenlabel Exploited, zum Beispiel mit seinem neuen Release: 'Minimow – Bollyhouse'.
Was machst du? 
Ich bin DJ, Remixer, Labelbetreiber, Radiomoderator, Blogger und Partyveranstalter
Woher kommst du?
Geboren in Berlin Schöneberg und den Großteil meiner Jugend in Berlin Frohnau verbracht
Wohin gehst du?
Dorthin, wo die Sonne scheint, die Sterne zum greifen nahe sind und die Luft natürlich frisch riecht – und wenns mir dann zu öde wird, dann komm ich wieder zurück nach Berlin
Wo bist du am liebsten?
Meine Lieblingsstädte sind Sydney, Sao Paolo, Barcelona, Copenhagen, Paris, London, New York. Einmal im Jahr überall ist toll
Woran glaubst du? 
An die Party Berlin Battery und das Label Exploited
Woran glaubst du nicht (mehr)?
An Bastard Pop und New Rave
Was liebst du (an deiner Arbeit)? 
Reisen, Connecten, Musik auf einem guten Soundsystem testen, im Hotel chillen, Shoppen in anderen Städten, niemals Langeweile
Was hasst du (an deiner Arbeit)?
WORST CASE SCENARIO: Kein Late-check out im Hotel, Müdigkeit, Easy Jet, Passkontrolle, keine Getränkebons, schlechtes Soundsystem, nerviges Publikum
Was liest /hörst du gerade?
Buch: Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier / Hören: Toy Selectah, Gang Gang Dance, Caribou, Renaissance Man, Worthy&Yankee Zulu, Pilooski, Basti Grub, Of Montreal, Minimow, DJ Sega
www.empfehlung.de(ine)?
www.exploitedghetto.de
http://www.exploitedghetto.de/
http://www.myspace.com/exploitedrecords
http://berlinbattery.blogspot.com/
http://www.myspace.com/djshirkhan